Wolfram von Hanstein

Schriftsteller und Verleger, Ostagent

* 25. Februar 1899 Berlin

† 12. Juni 1965 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 39/1960

vom 19. September 1960

Wirken

Wolfram von Hanstein wurde am 25. Februar 1899 in Berlin geboren. Er machte sich in früheren Jahren als Schriftsteller mit Romanen und Filmdrehbüchern (teilweise unter dem Pseudonym Berger Berger) einen Namen. Von seinen Büchern seien genannt "Die Teufelsmusik", "Knabe Bibo gestohlen", "Vom Gong gerettet", "Die Schlangentöter", "Ritt in die Hölle", "Wen liebt sie nun eigentlich?", "Wenn sie lacht, hat sie ein Grübchen", "Geträumtes Leben", "Es will dunkel werden", "Der von Gutenberg" (Roman 1947), "Der schwarze Berthold" und "Von Luther bis Hitler" (1947).

Nach seiner angeblichen Flucht aus der Ostzone 1956 war er in Köln ansäßig. Von Dez. 1956 bis Mai 1959 fungierte er als Vizepräsident und Generalsekretär der antikommunistischen "Liga für Menschenrechte".

Im Juni 1960 stand v.H. vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe; um sich dort wegen verräterischer Beziehungen zum sowjetzonalen Ministerium für Staatssicherheit (SSD) zu verantworten, auf die man im ...