Zahi Hawass

ägyptischer Archäologe; Staatsminister für Altertümer Jan. 2011- März 2011, März 2011 - Juli 2011; zuvor ab 2002 Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung (Supreme Council of Antiquities); seit 1969 für diese Behörde tätig, ab 1987 als Leiter des Areals um Gizeh; Verantwortlicher Aufsehen erregender Entdeckungen, zuletzt aber wegen der Nähe zur Mubarak-Regierung sowie mediale Inszenierungen umstritten

* 28. Mai 1947 Damietta

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 26/2011

vom 28. Juni 2011 (cs), ergänzt um Meldungen bis KW 15/2018

Herkunft

Zahi Abbas Abdel Wahab Hawass wurde am 28. Mai 1947 in der Hafenstadt Damietta im Nildelta als Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzers geboren.

Ausbildung

Ab 1963 studierte H. in Alexandria zunächst Jura, stieg aber bald auf Archäologie um. Dies war damals in Ägypten noch ein neues Fach, da die Erforschung der vorislamischen Vergangenheit traditionell kein Thema bzw. Ausgrabungen Sache ausländischer Forscher waren (vgl. z. B. WELT, 15.2.2011). 1967 schloss H. im Fach griechische und römische Archäologie ab. Damals scheiterte die von ihm angestrebte Aufnahme ins diplomatische Korps, und erst nach Praxisjahren in der Altertumsverwaltung (s. u.) entwickelte sich H.s Begeisterung für das Alte Ägypten. 1980 erhielt er das Diplom in Ägyptologie an der Universität Kairo. Danach ging er als Fulbright-Stipendiat an die University of Pennsylvania in ...