Klaus Doldinger

dt. Musiker, Komponist, Bandleader und Produzent; 1962 Gründer des "Klaus-Doldinger-Quartett" und 1971 der Band "Passport"; auch Film- und Fernsehmusiken, u. a. "Das Boot", "Die unendliche Geschichte", "Liebling Kreuzberg" sowie die "Tatort"-Titelmelodie; gab in seinem Leben mehr als 5000 Konzerte in über 50 Ländern

* 12. Mai 1936 Berlin

† 16. Oktober 2025 Icking

Herkunft

Klaus Erich Dieter Doldinger wurde 1936 in Berlin geboren. Sein Vater war Postrat, dann Oberpostdirektor und wurde bald nach D.s Geburt nach Köln versetzt. Zeitweise war er NSDAP-Mitglied. 1940 kam die Familie nach Wien, 1945 floh die Mutter mit D. und seinem jüngeren Bruder vor der russischen Armee ins bayerische Schrobenhausen. Als dort Amerikaner im Dorfwirtshaus mit einer Big Band probten, hörte D. zum ersten Mal den Glenn-Miller-Sound. Ende 1945 zog die Familie nach Düsseldorf, wo der Vater bereits als Leiter des Fernmeldeamtes arbeitete. Dort besuchte D. schon als Teenager Jazzclubs, wofür der Vater keinerlei Verständnis hatte. Bis zu seinem Tod verübelte er dem Sohn, dass dieser mit dem "Tingeltangel" später so viel Erfolg hatte (vgl. NNZ Int. 29.9.2022).

Ausbildung

Bereits während seiner Gymnasialzeit ab 1947 in Düsseldorf besuchte D. das dortige ...