Claus Peymann

deutscher Theaterregisseur und Intendant; Intendant des Berliner Ensembles 1999-2017; Direktor des Wiener Burgtheaters 1986-1999; Intendant am Schauspielhaus Bochum 1979-1986; Schauspieldirektor an den Württembergischen Staatstheatern in Stuttgart 1974-1979; Aufführungen u. a.: Handkes "Publikumsbeschimpfung, Kleists "Hermannschlacht", Bernhards "Heldenplatz", Shakespeares "Richard II." und "König Lear"

* 7. Juni 1937 Bremen

† 16. Juli 2025 Berlin-Köpenick

Herkunft

Claus (eigtl. Klaus) Peymann wurde 1937 in Bremen als Sohn eines Studienrats geboren, der in der Nazizeit Sturmbannführer und ein überzeugter Parteianhänger war. Die Mutter galt hingegen als Antifaschistin (vgl. SZ, 18.7.2025). P.s ältere Schwester wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Kanada aus.

Ausbildung

1956 legte P. in Hamburg das Abitur ab und begann ein Studium der Germanistik, Literatur- und Theaterwissenschaften an der dortigen Universität; zeitweise leitete er die studentische Studiobühne.

Wirken

Künstlerische Einordnung

Künstlerische EinordnungNeben Klassikern wie Brecht oder auch Shakespeare bildeten zeitgenössische Autoren wie Peter Handke, Thomas Bernhard, Peter Turrini und Elfriede Jelinek einen Schwerpunkt in P.s langer Karriere als Regisseur mit über 45 Uraufführungen seit 1963. Mit Bernhard, laut Bio SPIEGEL (18.7.2025) sein "Herzensautor", von dem er zahlreiche Stücke uraufführte, verband P. überdies eine langjährige Arbeitsbeziehung. Mit Peter Zadek und Peter Stein ...