Karl Schmidt-Rottluff

deutscher Maler und Grafiker; einer der führenden Künstler des dt. Expressionismus; Mitbegründer der Künstlervereinigung "Brücke"; Malverbot 1941-1945

* 1. Dezember 1884 Rottluff

† 10. August 1976 Berlin

Herkunft

Karl Schmidt wurde 1884 in Rottluff, das 1926 in Chemnitz eingemeindet wurde, als Sohn eines Mühlenwerkführers geboren.

Ausbildung

Sch. besuchte ein humanistisches Gymnasium und nahm freiwillig am Kunstunterricht bei dem Architekten Friedrich Otto Uhlmann teil. Mit anderen gründete er den Schülerklub Vulkan, der Theaterstücke, Lesungen und Ausstellungen veranstaltet. Hier lernte er Erich Heckel kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Im Anschluss studierte Sch. von 1905 bis 1906 an der Technischen Hochschule in Dresden Architektur.

Wirken

Künstlerische Einordnung

Künstlerische Einordnung Sch., der sich ab 1905 auch "Schmidt-Rottluff" nannte, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Künstlervereinigung "Die Brücke", die für einen radikalen Neuanfang in der Kunst stand und als Keimzelle des deutschen Expressionismus gilt. Sch.s Œuvre, das in den Sammlungen internationaler Museen vertreten ist, umfasst u. a. neben Holzschnitten, Aquarellen und Ölgemälden auch Skulpturen, Drucke und Grafiken. Er schuf farbintensive Werke, oftmals Landschaftsbilder, aber auch Akte und Porträts. Bspw. porträtierte Sch. 1912 die expressionistische Dichterin Else Lasker-Schüler, die über das ...