amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler; Prof. an der Columbia University seit 2001, vorher an der Stanford University ab 1988; Chefökonom und Vizepräsident der Weltbank 1997-2000; Nobelpreis 2001 für Wirtschaftswissenschaften (zus. mit George A. Akerlof und Michael Spence) für die Forschungen über Märkte mit asymmetrischer Information; gilt als führender Vertreter des Neokeynesianismus
* 9. Februar 1943 Gary/IN
Herkunft
Joseph Eugene Stiglitz wurde am 9. Febr. 1943 in Gary, Indiana, als Sohn eines selbstständigen Versicherungsagenten und einer Lehrerin geboren. Seine Heimatstadt Gary war stark von der Stahlindustrie geprägt. St. wuchs in einer jüdischen Familie auf, seine Eltern waren Anhänger der Democratic Party.
Ausbildung
Nach dem Schulabschluss in Gary studierte St. am Amherst College ein breites Fächerspektrum, zunächst mit Physik als Hauptfach. Erst im dritten Studienjahr entschied er sich für die Volkswirtschaftslehre und erlangte 1964 den Bachelor-Abschluss. 1965-1966 studierte er mit einem Fulbright-Stipendium an der Universität Cambridge in England und promovierte anschließend am Massachusetts Institute of Technology (MIT) zum Ph.D. mit einer Arbeit zur Wachstumstheorie und Einkommensverteilung ("Studies in the theory of growth and income distribution"; 1967). Sein Doktorvater war der Nobelpreisträger Robert M. Solow.