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KDG

Ingvar Lidholm

Geburtstag: 24. Februar 1921
Nation: Schweden

von Lutz Lesle



Ingvar Lidholm - Biogramm

Ingvar Lidholm, geboren am 24.Februar 1921 in Jönköping am Vättern [Wettersee] im südschwedischen Län Götaland, komponierte schon als Gymnasiast in Södertälje und nahm Instrumentationsunterricht bei Natanael Berg. 1940 ging er auf die Stockholmer Musikhochschule, um Bratsche zu studieren. 1943–47 wirkte er als Violaspieler in der Hofkapelle mit. Gleichzeitig war er Kompositionsschüler von Hilding Rosenberg, aus dessen Schülerkreis sich um 1945 eine einflußreiche „Montagsgruppe“ formierte, der neben Lidholm u.a. auch Karl-Birger Blomdahl, Sven-Eric Bäck, Sven-Eric Johanson, Ingmar Bengtsson und Eric Ericson angehörten.

Wie die geistlichen Lobgesänge Laudi für Chor a cappella (1947) zeigen, orientierte sich der „Gruppengeist“ an Stravinskij und der frühen Vokalpolyphonie. Doch Studienreisen (als Jenny Lind-Stipendiat) nach Frankreich, Italien, in die Schweiz und zu den Darmstädter Ferienkursen (1949) ließen Lidholm bald anderen Sinnes werden: Mit seinem Klavierstück (1949) erwies er dem Zwölfton-Serialismus seine Reverenz. 1954 hielt sich Lidholm in London auf, um seine Kompositionsstudien bei Mátyás Seiber und Walter Goehr fortzusetzen. Dabei ging es ihm – in kompositorisch festgestecktem Rahmen – um die Erprobung serieller Praktiken wie auch improvisatorischer Freiheiten für den Interpreten.

Als Komponist in Tuchfühlung mit der Musizierpraxis und ...


Der Artikel über Ingvar Lidholm ist nur einer von derzeit mehr als 800 Artikeln über Leben und Werk der wichtigsten internationalen Komponisten seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Das „KDG – Komponisten der Gegenwart“ bietet übersichtliche Grundinformationen, Biographie und Werküberblick sowie zu mehr als 180 Komponisten auch ausführliche Darstellungen mit Notentafeln, Werkverzeichnis und mehr.
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