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KDG

Leo Spies

Geburtstag: 4. Juni 1899
Todestag: 1. Mai 1965
Nation: Deutschland

von Vera Grützner



Leo Spies - Biogramm

Stand: 01.06.2006

Leo Spies, geboren am 4. Juni 1899 als Sohn deutscher Eltern in Moskau, wuchs in einem musisch interessierten und gebildeten Elternhaus auf. Sein Vater war Kaufmann; die Mutter, die deutsche und schottische Vorfahren hatte, Sprachlehrerin. Spies, der das deutsche Gymnasium in Moskau besuchte, erhielt privaten Klavier- und Violinunterricht; ab 1913 unterwies ihn Oskar von Riesemann in Komposition. Werke von Aleksandr Skrjabin und Sergej Prokof'ev beeinflussten den angehenden Musiker nachhaltig.

1915 siedelte Spies nach Deutschland über, setzte den Kompositionsunterricht zunächst bei Johannes Schreyer in Dresden fort und wechselte noch im selben Jahr zu Engelbert Humperdinck und Robert Kahn an die Musikhochschule Berlin. Nach dem Kriegsdienst (1917–18) wirkte er bis 1924 als Korrepetitor und Kapellmeister an verschiedenen Bühnen, u.a. in Breslau und Zeitz. 1921 erteilte ihm Ernst Křenek privaten Kompositionsunterricht. 1922–23 komponierte er die Musik zu Stummfilmen von Friedrich Murnau; Phantom (nach Gerhart Hauptmann) gelangte 1922 im Ufa-Palast Berlin zur Uraufführung.

Seine Stelle als Kapellmeister am Stadttheater Rostock (unter Willibald Kaehler), die er 1924–28 innehatte, gab er für ein Engagement als Kapellmeister an der Staatsoper Berlin (unter Leo ...


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