deutscher Autor, Filmemacher, Hochschullehrer und Medienmanager; galt als Vordenker des deutschen Autorenkinos; Filme u. a.: "Abschied von gestern", "Deutschland im Herbst", "Die Macht der Gefühle"; Bücher u. a.: "Lebensläufe", "Geschichte und Eigensinn" (m. Oskar Negt), "Chronik der Gefühle", "Kriegsfibel 2023"; fr. Prof. an der Hochschule für Gestaltung in Ulm; auch als TV-Produzent und medienpolitisch aktiv
* 14. Februar 1932 Halberstadt
† 25. März 2026 München
Herkunft
Alexander Ernst Kluge, ev., wurde 1932 in Halberstadt als Sohn des Landarztes Ernst Kluge geboren. 1945 überlebte er nur durch Zufall den Bombenangriff auf seine Heimatstadt. Nach der Scheidung seiner Eltern 1943 lebte K. mit seiner Mutter Alice Kluge, geb. Hausdorf, in Berlin-Charlottenburg. Seine Schwester Alexandra (1937-2017) wurde Ärztin und spielte in mehreren Filmen K.s mit.
Ausbildung
K. besuchte in Halberstadt das Domgymnasium und danach ein Gymnasium in Berlin-Charlottenburg. Im Winter 1944/1945 wurde er zum Volkssturm eingezogen. Nach dem Abitur studierte er ab 1950 Jura, Geschichte und Kirchenmusik in Marburg und Frankfurt/Main. Mit der Dissertation "Die Universitäts-Selbstverwaltung" promovierte er 1956 zum Dr. jur. Sein juristisches Referendariat absolvierte er am Frankfurter Institut für Sozialforschung, dem Zentrum der Kritischen ...