britisch-österreichischer Schriftsteller; einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Nachkriegszeit; Werke u. a.: "Liebesgedichte", "Es ist was es ist", "und Vietnam und", "Höre, Israel!" "Die grüne Garnitur" (Erz.); "Ein Soldat und ein Mädchen" (Roman); Hörspiele; Übersetzungen (u. a. Shakespeare)
* 6. Mai 1921 Wien
† 22. November 1988 Baden-Baden
Herkunft
Erich Fried wurde 1921 in Wien geboren und entstammte einer nicht religiösen jüdischen Wiener Familie. Er war ein Einzelkind und litt an einer erblichen Nervenkrankheit, die zu einer fortschreitenden Schwächung der Muskulatur führte. Der autoritäre Vater, der als Spediteur arbeitete, lehnte F. wegen seiner Behinderung ab. Die Mutter war Grafikerin und Modedsignerin. Bereits als Kind schrieb er Gedichte und spielte Theater. Nach dem "Anschluss" Österreichs an Deutschland wurde sein Vater im Mai 1938 von der Gestapo so schwer misshandelt, dass er nach seiner Rückkehr an den Folgen starb. Das für ihn traumatische Erlebnis verarbeitete F. später in seiner Erzählung "Die grüne Garnitur". Seine Großmutter kam später im Konzentrationslager Theresienstadt ums Leben.
Ausbildung
F. besuchte das Wiener Bundesgymnasium in der Wasagasse, das er im Mai 1938 vorzeitig verlassen musste. Im Aug. 1938 floh er zusammen mit seiner ...