Françoise Bettencourt-Meyers

französische Unternehmerin; Erbin des L'Oréal-Konzerns; Mitglied des Verwaltungsrats von L'Oréal 1997-2025; seit 2012 Vorsitzende der Fondatin Bettencourt-Schueller; Präsidentin der Familienholding Téthys; gehört zu den reichsten Frauen der Welt

* 10. Juli 1953 Neuilly-sur-Seine

Herkunft

Françoise Bettencourt-Meyers wurde am 10. Juli 1953 im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine als einzige Tochter von André Bettencourt (1919-2007) und dessen Frau Liliane Bettencourt (1922-2017) geboren. Ihr Vater begann seine Laufbahn als Journalist und schrieb nach der deutschen Besetzung Frankreichs 1940 auch für besatzer-freundliche Blätter. Ende 1942 näherte er sich aber dem Widerstand (Résistance) an und konnte nach Verhaftung und Verurteilung zum Tod fliehen (vgl. Website des französischen Senats). Von 1951 bis 1977 (mit Unterbrechungen) gehörte André Bettencourt für Mitte-rechts-Parteien der Nationalversammlung und dann bis 1995 dem Senat an. Als Anhänger von Charles de Gaulle wirkte er 1966-1973 als Staatssekretär und Minister. Nach der Heirat mit B.' Mutter (1950) wirkte Bettencourt zeitweise auch in Führungsgremien des expandierenden Kosmetikanbieters L'Oréal, den sein Schwiegervater Eugène Schueller (1881-1957) gegründet hatte. Schueller war schon vor 1940 in rechtsnationalen Kreisen aktiv und war dann als Kollaborateur der Besatzer bekannt gewesen. Er wurde auch auf Fürsprache seines späteren Schwiegersohns freigesprochen. B. wuchs in einem streng katholischen Haushalt mit Privilegien auf.

Ausbildung

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