Frida Kahlo

mexikanische Malerin; bekannteste Künstlerin Lateinamerikas und eine der bekanntesten des 20. Jahrhunderts; schuf Bilder, in denen sie mexikanische Volkskunst und individuelles Erleben verband; litt zeitlebens an den schmerzhaften Folgen eines Unfalls in ihrer Jugend; war verheiratet mit dem Maler Diego Rivera

* 6. Juli 1907 Coyoacán/Mexico City

† 13. Juli 1954 Coyoacán/Mexico City

Herkunft

Magdalena Carmen Frida Kahlo y Calderón wurde 1907 in Coyoacán, einem Vorort von Mexico City, als dritte von vier Töchter des deutschen Fotografen Guillermo Kahlo (eigentl. Wilhelm Kahl, 1871-1941) und von Matilde Calderón y Gonzalez (1874-1932), die spanisch-indianische Wurzeln hatte, geboren. Aus einer ersten Ehe des Vaters stammten zwei weitere Töchter. K. behauptete später, im Jahr der Mexikanischen Revolution, 1910, geboren zu sein. Ihrem Vater, der sie (auch künstlerisch) sehr prägte, dichtete sie außerdem eine jüdisch-ungarische Herkunft an - er stammte aus Pforzheim und wanderte 1891 nach Mexico City aus. Die Mutter, einigen Quellen zufolge ebenfalls Malerin, war streng katholisch, was immer wieder zu Spannungen innerhalb der Familie führte.

Ausbildung

Schon als Kind wurde K. durch eine Polioerkrankung in ihrer Bewegungsfreiheit beschnitten. Ihr rechtes Bein blieb verkrüppelt. 1923 besuchte K. die Escuela Nacional Preparatoria mit der Absicht, als eine der ersten Frauen Medizin zu studieren. Durch einen Verkehrsunfall ...