Gabriele Stötzer

deutsche Künstlerin und Schriftstellerin; Regimekritikerin in der DDR; Bücher u. a.: "Zügel los", "erfurter roulette", "Die bröckelnde Festung", "Der lange Arm der Stasi"

* 14. April 1953 Emleben

Herkunft

Gabriele Stötzer wurde am 14. April 1953 im thüringischen Emleben in der damaligen DDR als Tochter eines Werkzeugmachers und einer Buchhalterin geboren. Sie wuchs mit drei Geschwistern auf.

Ausbildung

St. absolvierte eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Assistentin und holte anschließend das Abitur an der Abendschule nach. 1973 nahm sie ein Lehramtsstudium für die Fächer Deutsch und Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Erfurt auf. 1976 wurde sie vom Studium ausgeschlossen, nachdem sie sich mit einem zwangsexmatrikulierten Kommilitonen solidarisiert hatte. 1990, nach dem Zusammenbruch der DDR, wurde sie rehabilitiert und erhielt nachträglich ihr Diplom.

Wirken

Regimekritische Künstlerin in der DDR

Regimekritische Künstlerin in der DDRSt.s Biographie, politisches Engagement und künstlerisches Wirken sind untrennbar miteinander verknüpft. Weil sie sich Ende 1976 am Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR beteiligt hatte, wurde St. zu einer einjährigen Haftstrafe im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck verurteilt; nach ihrer Entlassung im Jan. 1978 arbeitete sie für zwei Jahre zur Bewährung in einer Schuhfabrik. Ihre Erfahrungen ...