Gert Jeschonnek

deutscher Marineoffizier; fr. Vizeadmiral

* 30. Oktober 1912 Liegnitz

† 18. April 1999 Bad Godesberg

Herkunft

Gert Jeschonnek wurde 1912 in Liegnitz geboren.

Ausbildung

Nach dem Abitur trat J. im April 1930 als Offiziersanwärter in die deutsche Kriegsmarine ein. 1934 wurde er Leutnant zur See, 1939 Kapitänleutnant, 1943 Korvettenkapitän.

Wirken

Von 1937-1941 tat J. als II. Artillerieoffizier auf dem Kreuzer "Nürnberg" Dienst, danach war er als II. bzw. I. Artillerie-Offizier bis 1943 auf dem Kreuzer "Lützow" eingesetzt. Nach einem Marineakademie-Lehrgang in Bad Homburg in den Jahren 1943-1944 war J. ab März 1944 Admiralstabsoffizier im Oberkommando der Kriegsmarine. Bis Kriegsende tat er in der Operationsabteilung der Seekriegsleitung Dienst. Er hatte verschiedene Kriegsauszeichnungen erhalten.

Von 1945-1947 war er im Kriegsgefangenen-Status bei der Deutschen Minenräumdienstleitung in Glücksstadt und Hamburg tätig. 1947-1948 arbeitete er als Referent in der Wasserstraßendirektion Rheinland-Pfalz und anschließend bis 1952 als Sachbearbeiter im Bundesministerium für Verkehr, Abteilung Seeverkehr. Von April 1952 bis Nov. 1955 war er Referent im Bundeskanzleramt (Dienststelle Blank).

Am 1. Nov. 1955 als Fregattenkapitän in die Bundesmarine übernommen, war J. bis 1956 zunächst Referent im Bundesministerium der Verteidigung, Abteilung Führungsstab der Marine. 1956-1957 nahm er an einem Lehrgang am US Naval War College in Newport, Rhode ...