Günther Uecker

deutscher Bildhauer und Objektkünstler; Mitgründer der Künstlergruppe ZERO; Prof. an der Kunstakademie Düsseldorf 1974-1995: Werke: Nagelbilder, Objekte aus verschiedenen Materialien, Lichtkästen, grafische Arbeiten, Aquarelle, Bühnenbilder, u. a. "Black Mesa", "Asche-Bilder" (entstanden nach Tschernobyl), "Poesie der Destruktion", Zyklus "Brief an Peking"

* 13. März 1930 Wendorf/Mecklenburg

† 10. Juni 2025 Düsseldorf

Herkunft

Günther Uecker wurde 1930 in Wendorf, Mecklenburg, als Sohn des Landwirts Walter Uecker in bescheidenen Verhältnissen geboren. Er wuchs bis zur Evakuierung 1949 mit zwei jüngeren Schwestern auf der Insel Wustrow auf. U. erlebte dort das Kriegsende, u. a. im Sommer 1945 den Untergang der "Cap Arcona". Seine Schwester Rotraut (* 1938, 1962 Heirat mit Yves Klein, der wenige Monate später starb) folgte ihm 1955 nach Düsseldorf und wurde ebenfalls Künstlerin; ihr blieb U. ein Leben lang verbunden. Seine Schwester Edita, verh. Mathais, starb 1987.

Ausbildung

Durch den Krieg hatte U. mehrere Jahre lang keinen Schulunterricht. 1949 machte er, der schon als Kind gerne gezeichnet hatte, eine Lehre als Maler und Reklamegestalter und wurde danach zum Studium zugelassen. 1949 bis 1953 studierte er Malerei und Bildende Kunst in Wismar (DDR) und ging dann im selben Jahr nach Berlin-Weißensee, wo er ...