Hans Kapfinger

deutscher Verleger und Journalist; bis 1933 Chefredakteur des "Straubinger Tagblatts"; stellv. Chefredakteur der Fachzeitschrift "Deutsche Werbung"; erhielt 1946 die Allein-Lizenz für die "Passauer Neue Presse", Hrsg. und bis 1960 Chefredakteur; erfand eine Legende als Gegner und Verfolgter der Nationalsozialisten

* 27. Dezember 1902 Adldorf/Vils, Niederbayern

† 28. Juli 1985 Passau

Herkunft

Johannes Evangelist (Hans) Kapfingerwurde 1902 im niederbayerischen Adldorf/Vils in Niederbayern als Sohn eines Postbeamten geboren.

Ausbildung

Nach dem Besuch des Gymnasiums Leopoldina in Passau und des Gymnasiums im Kloster Schweiklberg studierte er in München Philosophie, Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft und promovierte 1927 mit einer Arbeit über den politischen Katholizismus zum Dr. phil.

Wirken

Zeitungsredakteur

Zeitungsredakteur K. begann als Redakteur beim "Straubinger Tagblatt", einer der Bayerischen Volkspartei (BVP) und dem politischen Katholizismus verpflichteten Tageszeitung, die er später als Chefredakteur leitete und gegen die aufsteigenden Nationalsozialisten positionierte. Nach deren Machtergreifung am 30. Jan. 1933 ordnete sich auch das Straubinger Tagblatt dem NS-Regime unter. K. befürwortete in seinen Artikeln u. a. die Verhaftung von Sozialdemokraten und Kommunisten. Am 4. Mai 1933 wurde er selbst kurzfristig verhaftet, nach seinem Bekunden, weil er in einem Artikel die Überprüfung des Geisteszustandes der Mitglieder von Hitlers Regierung gefordert ...