Heinrich Henkel

deutscher Schriftsteller; Werke: Theaterstücke, Hörspiele, Fernsehspiele; u. a. "Betriebsschließung", "Altrosa", "Eisenwichser", "Lohnhof"

* 12. April 1937 Koblenz

† 2. März 2017 Basel (Schweiz)

Herkunft

Heinrich Henkel wurde 1937 in Koblenz geboren und wuchs in Bad Ems auf.

Ausbildung

Nach dem Besuch der Volksschule und einer Lehre als Maler arbeitete H. ab 1955 an verschiedenen Orten als Anstreicher, Maler und Tapezierer. 1964 zog er in der Schweiz.

Wirken

Als "nahezu Ahnungsloser" schrieb H. das am 23. Sept. 1970 am Basler Theater uraufgeführte Schauspiel "Eisenwichser" und wurde von seinem beispiellosen Erfolg (in den 1970er Jahren insgesamt 80 Inszenierungen) überfallen. Sein Stück entsprach einer Forderung der "Gruppe 61" nach "literarisch-künstlerischer Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeitswelt der Gegenwart und ihren sozialen Problemen". H. als "schreibender Arbeiter" entlarvte zugleich die sozialen und psychischen Deformationen des Werktätigen, die in seinem Stück schließlich einem Arbeitsunfall nahezu erliegen: die Ventilation fällt aus, Lösungsmitteldämpfe versetzen die beiden Schauspieler in einen gefährlichen Rausch. Das Drama wird zu einer aufklärenden Reportage.

Nach einem kurzen Einakter "Frühstückspause" (UA Basel 17.4.71) schildern "Spiele um Geld" (UA Basel 20.9.71) das Zufällige des ...