Heinrich Neisser

österreichischer Jurist und Politiker; ÖVP; Bundesminister im Kanzleramt 1987-1989; Abgeordneter zum Nationalrat 1975-1999, ab 1990 ÖVP-Klubobmann und 1994-1999 Nationalrats-Vizepräsident; u. a. Jean-Monnet-Professor am Institut für Politikwissenschaften an der Universität Innsbruck 1999-2007

* 19. März 1936 Wien

† 22. August 2025 Villach

Herkunft

Heinrich Neisser wurde 1936 in Wien geboren und wuchs im Bezirk Mariahilf auf.

Ausbildung

Am humanistischen und öffentlichen Piaristengymnasium in Wien legte N. 1954 die Matura (Abitur) ab. Er studierte an der Universität Wien Rechts- und Staatswissenschaften und später - gleichzeitig mit beruflicher Qualifikation - Nationalökonomie und Soziologie. Zum Dr. jur. promovierte er 1960. Als Aktiver der Österreichischen Hochschülerschaft leitete er einige Jahre deren Fachbereich Rechts- und Staatswissenschaften.

Wirken

Kanzleramt und Wirtschaftsverbände

Kanzleramt und WirtschaftsverbändeNach dem Gerichtsjahr (eine Art Referendariat) kam N. 1961 an den Österreichischen Verfassungsgerichtshof in Wien, eines der drei Höchstgerichte des Bundes, und wurde Sekretär im Präsidium. Politisch hatte sich N. früh der bürgerlich-konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) angeschlossen, seit 1945 neben der sozialdemokratischen SPÖ die dominierende Kraft in Österreich und mit dieser bis 1966 in einer Großen Koalition verbunden. Im Frühjahr 1966 wechselte N. in das Bundeskanzleramt unter Josef Klaus (ÖVP), der nach dem Sieg bei der Nationalratswahl im März eine Alleinregierung der ÖVP bildete. N. bewährte sich ...