Hermann Gmeiner

österreichischer Sozialpädagoge; 1949 Gründer von SOS-Kinderdorf; Präsident des Dachverbands SOS-Kinderdorf International 1960-1985; seit spätestens 2025 Vorwürfe der sexuellen Gewalt und des sexuellen Missbrauchs

* 23. Juni 1919 Alberschwende/Vorarlberg

† 26. April 1986 Innsbruck/Tirol

Herkunft

Hermann Gmeiner wurde 1919 in Alberschwende (Vorarlberg) in eine kinderreiche Bergbauernfamilie geboren. Im Alter von vier Jahren starb seine Mutter. Schon früh musste er im Haus und in der Landwirtschaft mithelfen.

Ausbildung

Seinen Wunsch, das Gymnasium zu besuchen und zu studieren, konnte er mithilfe eines Stipendiums durch die Vermittlung des Dorfpfarrers realisieren. 1936 trat er in die zweite Klasse des Gymnasiums in Feldkirch ein und war mit 17 Jahren rd. fünf Jahre älter als seine Klassenkameraden. Noch vor der Matura wurde er im Febr. 1940 im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht eingezogen und war in Finnland, der Sowjetunion und in Ungarn eingesetzt. Er wurde mehrfach verwundet und lag bei Kriegsende bis Nov. 1945 im Heimatlazarett Bregenz. Nach Kriegsende legte er die Matura ab und begann im Herbst 1946, Medizin und Philosophie in Innsbruck zu studieren mit Berufswunsch Kinderarzt. 1950 brach er das Studium ab.

Wirken

Gründung von SOS-Kinderdorf

Gründung von SOS-KinderdorfG. engagierte sich neben dem Studium in der Katholischen Jugend in Innsbruck und wurde Dekanats-Pfarrjugendführer. Unter dem Eindruck des ...