Irene Zubaida Khan

bangladeschische Juristin und Menschenrechtsaktivistin; ab Aug. 2020 Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit beim Hochkommissar für Menschenrechte (OHCHR); Generalsekretärin von Amnesty International 2001-2009; bis 2001 rund 20 Jahre beim UNO-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) tätig

* 24. Dezember 1956 Dhaka

Herkunft

Irene Zubaida Khan, Muslimin, wurde am 24. Dez. 1956 in Dhaka geboren, der Hauptstadt des damaligen, noch zu Pakistan gehörenden, Ost-Bengalen (oder Ost-Pakistan). Ihr Vater war ein wohlhabender Arzt. Ihre Mutter legte Wert darauf, den drei Töchtern eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

Ausbildung

Die Eltern schickten K. und ihre Schwestern nach Nordirland, wo K. als 14-jährige ein katholisches Mädcheninternat besuchte. Hintergrund war, dass die Proteste in Ost-Bengalen gegen Pakistan eskalierten, was 1971 in einen Bürgerkrieg mit rund 3 Mio. Toten und 9,5 Mio. Flüchtlingen mündete. Die Invasion Indiens Ende 1971 führte dann zur Bildung des Staates Bangladesch.

Nach dem Schulabschluss studierte K. Jura in Manchester und an der Harvard Law School, wo sie sich auf Völkerrecht und Menschenrechte spezialisierte.

Wirken

Beim UNO-Flüchtlingskommissariat (UNHCR)

Beim UNO-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) 1980 kam K. zur Internationalen Juristenkommission in Genf und war dann über zwei Jahrzehnte für das UNO-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) tätig. Sie beriet anfangs lokale Projektbüros und vertrat dann die Interessen Vertriebener und von Flüchtlingen in Vietnam, Kambodscha, Pakistan, ...