österreichische Regisseurin; auch Drehbuchautorin und bildende Künstlerin; Animationskurzfilme, Dokus und Spielfilme, u._a. "Paradies! Paradies!", "Sonne", "Mond", "Weiße Witwe" (Theaterstück)
* 1990 Dohuk (Irak)
Herkunft
Kurdwin Ayub wurde 1990 im irakischen Dohuk, der Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements in der Autonomen Region Kurdistan, geboren. Ihre Eltern waren Ärzte, die mit ihren zwei kleinen Töchtern während des Zweiten Golfkriegs (1990-1991) über die Türkei nach Österreich flohen. Unterwegs starb A.s ältere Schwester. A. wuchs im Arbeiterbezirk Simmering auf. Mangels Berufsanerkennung arbeiteten A.s Eltern zunächst als Pflegekräfte, ehe sie das Medizinstudium in Österreich erneut absolvierten. A. wurde sehr konservativ und patriarchalisch erzogen, später wandelte sich ihr Vater nach ihren eigenen Worten zum "Feministen" (tagesspiegel.de, 27.3.2025).
Ausbildung
Bereits als Zwölfjährige ersann A., die nach ihren eigenen Worten (vogue.de, 23.3.2025) "praktisch vor dem Fernseher aufgewachsen" war, Ideen für Hollywoodfilme; von ihrem Vater erhielt sie ihre erste Videokamera. Nach Abschluss des Gymnasiums studierte sie 2008 bis 2013 an der Universität für angewandte Kunst, Architektur und Design in Wien Malerei und Animation, danach Performance-Kunst an der Akademie der bildenden Künste. Bereits an der Akademie fiel sie durch Performance-Filme auf und wurde schnell ...