Marija Aljochina

russische Konzeptkünstlerin und politische Aktivistin; Mitglied des Kunstkollektivs "Pussy Riot", das durch einen kremlkritischen Auftritt 2012 international bekannt wurde; in Russland mehrfach zu Haftstrafen verurteilt, 2022 Flucht in den Westen; Autobiographien: "Riot Days", "Political Girl. Pussy Riot – Leben und Schicksal in Putins Russland"

* 6. Juni 1988 Moskau

Herkunft

Marija "Mascha" Wladimirowna Aljochina wurde am 6. Juni 1988 in Moskau als Tochter der Programmiererin Natalia Alyochina geboren. Sie wuchs im Stadtteil Krylatskoje bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Ihr Vater war Mathematikprofessor.

Ausbildung

A. ging in Moskau zur Schule, wechselte diese jedoch sechsmal. Sie war eine unangepasste Schülerin, interessierte sich für Punk und die Lieder oppositioneller Sowjetkünstler und später für die Geschichte der Suffragetten, Aktivistinnen der Frauenrechtsbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Weil sie mehrfach den Schulbesuch verweigerte, erfuhr sie traumatische Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken, wie sie später in ihrer Autobiographie "Political Girl" (s. u.) berichtete. Nach dem Besuch der Schule studierte A. Kreatives Schreiben und Journalismus.

Wirken

Anfänge als Aktivistin und Mitglied bei "Pussy Riot"

Anfänge als Aktivistin und Mitglied bei "Pussy Riot"In den Nullerjahren engagierte sich A. zunächst einige Zeit als Umweltaktivistin ...