österreichische Autorin und Performerin; Bücher u. a.: "Wendy fährt nach Mexiko", "Das Spiel von der Einverleibung. Frei nach Unica Zürn", "FRISCHE APPELLE & andere Sprechtexte"; Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2025
* 31. Mai 1986 Bad Radkersburg
Herkunft
Natascha Gangl wurde am 31. Mai 1986 in Bad Radkersburg in der Oststeiermark/Österreich geboren.
Ausbildung
Als 18-Jährige besuchte G. neben ihrer Ausbildung zur Kindergartenpädagogin die Dramatikerwerkstatt UniT in Graz und studierte dort Szenisches Schreiben. 2005 begann sie zunächst ein Germanistikstudium ebenfalls in Graz; ab 2006 studierte sie an der Universität Wien Philosophie.
Wirken
Künstlerische Einordnung
Künstlerische EinordnungG. gilt als "Meisterin des gesprochenen Wortes" (Standard, 30.6.2025) und avantgardistische Klangkünstlerin. Sie schreibt Theatertexte, Prosa, Essays und Hörstücke und arbeitet mit Tonaufnahmen von Menschen, aber beispielsweise auch von Bächen, aus denen sie dann ihre Texte erarbeitet, die sie u. a. durch Klanginstallationen ergänzt. G., die häufig jahrelang für einen Text recherchiert, nutzt u. a. Anagramme, Assoziationsketten und Dialekt und sagt selbst von sich: " ... wenn ich [...] den Dialekt vergesse, verliere ich viel" (zit. n. Standard, 5.7.2025). Seit 2007 ist sie als freischaffende Autorin tätig und wurde als solche mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.