schwedischer Jazzmusiker, Posaunist und Sänger; Bandleader der "Nils Landgren Funk Unit"; Alben u. a.: "Paint it Blue", "Funky ABBA", "Unbreakable", "Raw"; auch Balladen und Kooperationen mit anderen Interpreten/Ensembles; auch tätig als Komponist, Arrangeur, Produzent, Orchester- und Festivalleiter (u. a. Jazzfest Berlin; JazzBaltica-Festival ab 2012); Prof. der Musikhochschule Hamburg seit 2014
* 15. Februar 1956 Degerfors/Värmland
Herkunft
Nils Landgren wurde am 15. Febr. 1956 in Degerfors, Värmland, geboren und wuchs dort mit zwei Brüdern auf. Sein Vater Karl-Erik arbeitete als Schweißer im Stahlwerk der Stadt und spielte Kornett in einer Blaskapelle, ebenso wie der Großvater. Der Vater gründete zudem eine Jazz-Combo und brachte den Swing in die Turnhallen der Provinz, während L.s Mutter die klassische Musik liebte.
Ausbildung
Mit sechs Jahren begann L., Schlagzeug zu spielen, und mit 13 Jahren entdeckte er die Posaune für sich. 1972-1978 absolvierte er am Musikkolleg in Karlstad und an der Hochschule in Arvika eine Posaunenausbildung, die damals nur die klassische Musik umfasste. Begegnungen mit den Jazzmusikern Bengt-Arne Wallin und Eje Thelin ermutigten L. dazu, sich der Improvisation und dem Jazz zuzuwenden.