Oliver Rathkolb

österreichischer Jurist und Historiker; Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wien 2008-2024; Buchpublikationen u. a.: "Die paradoxe Republik", "Schirach", "Ökonomie der Angst"

* 3. November 1955 Wien

Herkunft

Oliver Rathkolb wurde am 3. Nov. 1955 in Wien als Sohn des Arztes Otto Rathkolb und seiner Frau Margarethe (Geburtsname Nowy) geboren und wuchs in Litschau im niederösterreichischen Waldviertel auf.

Ausbildung

Nach der Matura (Abitur) am Bundesgymnasium in Gmünd studierte R. an der Universität Wien Rechtswissenschaften sowie Geschichte und wurde in beiden Fächern promoviert, 1978 zum Dr. iur., 1982 zum Dr. phil. 1993 folgte die Habilitation mit einer geschichtswissenschaftlichen Studie über die "US-Großmachtpolitik gegenüber Österreich 1952/53-1961/62 im US-Entscheidungsprozeß".

Wirken

Außeruniversitäre Stationen

Außeruniversitäre Stationen R. begann seine Karriere zunächst in außeruniversitären Einrichtungen. Von 1985 bis 2003 war er Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Bruno Kreisky Archiv in Wien, die u. a. den Nachlass des früheren österreichischen Bundeskanzlers und SPÖ-Politikers betreut, und gab im Rahmen dieser Tätigkeit u. a. die Memoiren Kreiskys heraus. 1992 übernahm er zusätzlich die Funktion des Wissenschaftskoordinators des Bruno Kreisky Forums für Internationalen Dialog.

Darüber hinaus war R. ab 1984 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. später als Co-Direktor am Wiener Ludwig Boltzmann Institut für ...