Richard Trunk

deutscher Komponist und Chorleiter; auch Liedbegleiter; Präsident der Staatlichen Akademie der Tonkunst München 1933-1945; machte als überzeugter Nationalsozialist Karriere im Führerstaat; Werke: Musik für Männer-, Frauen- und gemischte Chöre, Orchester-Groteske "Walpurgisnacht", Operette "Herzdame"; zudem ca. 200 Lieder, Serenaden, Suiten und Kammermusik

* 10. Februar 1879 Tauberbischofsheim

† 3. Juni 1968 Riederau/Ammersee

Herkunft

Richard Trunk wurde 1879 in Tauberbischofsheim geboren und verbrachte die ersten fünfzehn Jahre seines Lebens im Taubertal. Sein Vater, Heinrich Trunk, war Kaufmann.

Ausbildung

Nach der Schulzeit und dem Gymnasium in Tauberbischofsheim besuchte T. ab 1894 das Hoch'sche Konservatorium in Frankfurt a. M. und studierte bei dem deutschen Komponisten und Musikpädagogen Iwan Knorr. 1896 wechselte er nach München und studierte bis 1899 an der Königlichen Akademie der Tonkunst in München bei dem bekannten Komponisten Joseph Rheinberger und dem Klavierpädagogen Berthold Kellermann, wo er 1899 das Examen mit Auszeichnung ablegte.

Wirken

Musiklehrer, Chorleiter und Musikjournalist

Musiklehrer, Chorleiter und Musikjournalist Nach dem Studienabschluss arbeitete T. als Musiklehrer, Korrepetitor und als Dirigent von zwei Gesangsvereinen, der Bürgersängerzunft und des Volkschors Union. Außerdem wirkte er als Klavierbegleiter von Eugen Gura, einem deutsch-böhmischen Opernsänger, der einer der bedeutendsten Wagner-Sänger seiner Zeit war. 1906 bis 1909 hatte er eine Stelle als ...