deutscher Komponist; 1964 Mitbegründer der Frankfurter Vereinigung für Musik, Mitglied der Kölner "Gruppe 8" 1968-1972, Mitglied des "Sogenannten Linksradikalen Blasorchesters" Frankfurt 1976-1984; Orchesterwerke, Solostücke, Kammermusik, Vokalmusik, Opern, u. a. "Ungebräuchliches", "Gewidmet", "Tempo strozzato", "Das Schweigen der Sirenen", "Die schrecklich-gewaltigen Kinder", "Sirenen - Bilder des Begehrens und Vernichtens"
* 15. Juni 1937 Saarbrücken
† 3. Januar 2026
Herkunft
Rolf Riehm wurde 1937 in Saarbrücken geboren und wuchs in Frankfurt/Main auf. Seine Mutter Elly Riehm war Klavierlehrerin, der Vater Karl Organist und Lehrer am Musischen Gymnasium der Stadt Frankfurt, einer Eliteschule für den musikalischen Nachwuchs. Gegen Kriegsende wurde das Gymnasium evakuiert, 1946 kehrte die Familie in das zerstörte Frankfurt zurück.
Ausbildung
Noch während seiner Schulzeit war R. Organist an der amerikanischen katholischen Central Chapel in Frankfurt. Nach dem Abitur im Jahr 1957 begann R. ein Studium der Musikwissenschaft an der Universität Frankfurt. Anschließend folgte an der Frankfurter Musikhochschule ein Studium der Schulmusik mit dem Hauptfach Oboe (1958-1961). Später wechselte er an die Musikhochschule Freiburg, wo er in der Meisterklasse von Wolfgang Fortner das Fach Komposition studierte.