Rudolf Ender

österreichischer Diplomat

* 11. Juni 1911 Bregenz

† 2. Mai 2002 Wien

Herkunft

Rudolf Ender wurde 1911 in Bregenz am Bodensee geboren. Sein Vater, Dr. Otto Ender, war von 1918 bis 1934 Landeshauptmann von Vorarlberg, zwischendurch für ein halbes Jahr österreichischer Bundeskanzler und danach bis 1938 Präsident des Rechnungshofs.

Ausbildung

E. besuchte die Volsschule in Altach (Bezrik Feldkirch). Die Matura, die österreichische Reifeprüfung absolvierte er im Jesuiten-Internat "Stella Matutina" in Feldkirch (Vorarlberg). Daran schloss sich das Studium der Jurisprudenz in Innsbruck, Wien, Paris und London an. 1934 promovierte er zum Dr. jur.

Wirken

Von 1935-1947 war E. als Angestellter in der Industrie tätig, z. B. beim Otto Wolff Eisenkonzern in Köln und Lissabon. 1947 trat er in den diplomatischen Dienst ein.

Nach Tätigkeit in der Zentrale gehörte E. von 1949 bis 1953 der Österreichischen Gesandtschaft in Rio de Janeiro an. Dann kehrte er für zehn Jahre ins Bundeskanzleramt nach Wien zurück, war aber von 1953 bis 1955 gleichzeitig stellv. österreichischer Beobachter beim Europarat in Straßburg.

Im Jahre 1958 wurde E. zum Gesandten in Prag und 1960 zum Botschafter in Lissabon ernannt. Von 1964 bis 1966 war er dann Chef des Protokolls am Ballhausplatz (Außenministerium) in Wien.

Anschließend ging er als österreichischer ...