deutscher Luftfahrtingenieur und ehemaliger ESA-Astronaut; seit Jan. 2026 Direktor der Abteilung Raumfahrt und Sicherheit am Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt; aktiver Astronaut 1992-2007; verbrachte vom 6. Juli bis zum 20. Dez. 2006 171 Tage an Bord der Internationalen Raumstation ISS im All (europäischer Rekord) sowie 179 Tage an Bord der russischen Raumstation Mir (1995/1996); Mitglied des DLR-Vorstandes 2007-2011; ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Betrieb 2011-2015; Koordinator internationale Agenturen und Berater des ESA-Generaldirektors 2016-2022; Brigadegeneral der Luftwaffe
* 23. Mai 1958 Frankfurt am Main
Herkunft
Thomas Arthur Reiter wurde am 23. Mai 1958 in Frankfurt/Main geboren und wuchs in Neu-Isenburg beim Rhein-Main-Flughafen auf. Schon seine Eltern waren Segelflieger und ermöglichten ihm nach dem 14. Geburtstag über einen entsprechenden Kurs den Einstieg in die Fliegerei. In den 1960er Jahren erlebte R. auch bewusst das Mondprogramm der US-Weltraumbehörde NASA mit, das 1969 in der Landung von Apollo 11 auf dem Mond gipfelte.
Ausbildung
Nach dem Abitur an der Goethe-Schule in Neu-Isenburg (1977) verpflichtete sich R. bei der Luftwaffe und durchlief 1978/1979 die Offiziersschule in Fürstenfeldbruck. Ab 1979 studierte er Luft- und Raumfahrttechnik an der Bundeswehr-Universität in Neubiberg bei München und schloss 1982 als Diplom-Ingenieur ab.