Wang Shu

chinesischer Architekt; bekannt für Bauten aus Alt- oder Recycling-Materialien; Dozent an der Chinesischen Kunstakademie in Hangzhou; Pritzker-Preis 2012

* 4. November 1963 Ürümqi/Prov. Xinjiang

Herkunft

Wang Shu wurde am 4. Nov. 1963 in Ürümqi in der chinesischen Provinz Xinjiang geboren. Sein Vater war Geiger sowie Amateur-Zimmermann und arbeitete in einem Unternehmen, das mit Wanderarbeitern Gleise verlegte; er musizierte in der firmeneigenen Theaterkompagnie. W.s Mutter arbeitete als Lehrerin und Schulbibliothekarin. Die von ihr betreute Bibliothek verwaiste in der Zeit der Kulturrevolution, diente W. in seiner Jugend aber als Rückzugsort. Beide Eltern regten ihn dazu an, sich der Wissenschaft und einem Ingenieurstudium zu widmen.

Ausbildung

W. studierte dann – als Zugeständnis an die Wünsche seiner Eltern - Architektur am Institut für Technologie von Nanjing. Dort legte er 1985 sein Diplom ab und erwarb 1988 den Master-Grad. Zwischen 1990 und 1998 nahm er seine Studien noch einmal auf und erwarb 2000 an der Architekturschule der Tongji-Universität in Schanghai den Doktorgrad. An der Uni habe er rebelliert, weil "die Art der Architektur, die sie uns beibrachten, destruktiv" gewesen sei und die "existierende Stadt" zerstört habe (ZEIT, 12.7.2012).

Wirken

Freier Architekt seit 1997

Freier Architekt seit 1997 W.s Berufstätigkeit begann mit ...