Erik Bulatow

russischer Maler; auch Buchillustrator; künstlerische Tätigkeit in Moskau und Paris; bekannt für die Verbindung von Sowjetslogans mit gemalten Szenen

* 5. September 1933 Swerdlowsk

† 9. November 2025 Paris (Frankreich)

Herkunft

Erik Bulatow wurde 1933 in Swerdlowsk (Jekatarinenburg) geboren. Sein Vater war Funktionär im Apparat des Zentralkomitees der kommunistischen Partei (KPdSU), später wissenschaftlicher Sekretär in der Redaktion der "Großen Sowjetischen Enzyklopädie". Seine Mutter stammte aus der polnischen Stadt Bialystok und war, von der Revolution angezogen, nach Russland gegangen.

Ausbildung

Beeindruckt von den Kinderzeichnungen seines Sohnes förderte der Vater B.s künstlerischen Werdegang. So besuchte B. einen Zeichenzirkel im "Haus der Pioniere", dann die Moskauer Kunst-Mittelschule und schließlich die Fakultät für Malerei am Surikow-Kunstinstitut (1952-1958).

Wirken

Eigenes Kunstschaffen und Illustrationen zum Broterwerb

Eigenes Kunstschaffen und Illustrationen zum Broterwerb Bereits während seines Studiums malte B. privat Bilder, die nicht den üblichen Vorgaben des realsozialistischen Kanons entsprachen. Als nach Stalins Tod (1953) die bis dahin verbannten Werke avantgardistischer Künstler wieder in den Museen auftauchten, bestärkte ihn dies in seinem eigenen Kunstschaffen. So konnte er 1956 an einer Ausstellung in Moskau teilnehmen und 1957 sein Bild "An der Quelle" im sowjetischen Pavillon des Weltjugendfestivals zeigen.

B. illustrierte zunächst Kinderbücher, um seine ...