Georg Baselitz

deutsch-österreichischer Maler, Grafiker und Bildhauer; zählt zu den weltweit bedeutendsten Künstlern; Werke: Bilder, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen, ab 1969 bekannt für seine kopfstehenden Motive; Werke u. a. "Die große Nacht im Eimer", "Der Wald auf dem Kopf", "Modell für eine Skulptur"; zahlr. Ausstellungen; ab 2015 auch österr. Staatsbürger

* 23. Januar 1938 Deutschbaselitz/Sachsen

† 30. April 2026

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Herkunft

Georg Baselitz (eigentlich Hans-Georg Kern) wurde 1938 in Deutschbaselitz, Sachsen, als Sohn eines Lehrerehepaars geboren. Seinem Geburtsort entlehnte er 1961 seinen Künstlernamen. Die Familie zog kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ins nahe gelegene Kamenz, wo B. mit einer Schwester und Brüdern aufwuchs. Sein Onkel, der Pfarrer war, sowie ein Nachbar begleiteten den jungen B. bei seinen ersten künstlerischen Schritten. Das Verhältnis zum Vater, den B. als Nazi bezeichnete, war schlecht (vgl. Interview in WELT, 20.1.2018). In einem Interview betonte B., wie prägend der in seiner Kindheit verwurzelte Hass für sein gesamtes Schaffen war (vgl. SZ, 22.1.2026).

Ausbildung

Bis 1955 besuchte B. Volksschule und Gymnasium in Kamenz, war allerdings ein schlechter Schüler und scheiterte am Abitur. Trotzdem wurde er an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Ost-Berlin angenommen, wo er ab 1956 bei den ...