Herwig Schopper

deutscher Kernphysiker; Generaldirektor des Europäischen Zentrums für Elementarteilchenforschung (CERN) 1981-1988; Vorsitzender des Direktoriums des Deutschen Elektronen-Synchroton (DESY) 1973-1980; Prof. der Universität Hamburg 1973-1989; vorher Prof. und Gründungsdirektor von Kernphysik-Instituten in Mainz und Karlsruhe

* 28. Februar 1924 Landskron/Ostböhmen

† 19. August 2025 Hamburg

Herkunft

Herwig Franz Schopper, kath., wurde 1924 als Sohn eines Studienrates im tschechischen Lanškroun (dt. Landskron), Ostböhmen, geboren. Der deutschsprachige Ort gehörte in der NS-Zeit nach der Annexion des Sudetenlandes 1938 zum Deutschen Reich (bis 1945). Sch.s Eltern ließen sich früh scheiden und heirateten beide wieder, hatten aber keine weiteren Kinder. In der Folge wuchs Sch. als Einzelkind wechselnd bei Vater und Mutter auf.

Ausbildung

Sch. besuchte in Landskron ein naturwissenschaftliches Realgymnasium, wo sein Vater Deutsch und Latein unterrichtete. Nach dem Abitur 1942 wurde er zum Reichsarbeitsdienst und danach in die Wehrmacht eingezogen, wo er im Nachrichtendienst der Luftwaffe diente. 1945, als der Zweite Weltkrieg endete, kam Sch. in britische Kriegsgefangenschaft und erlangte dank seiner Englischkenntnisse einen Übersetzerjob in der britischen Besatzungszone. Im Herbst 1945 begann er ein Physikstudium an der Universität Hamburg, das er 1951 mit der Promotion zum Dr. rer. nat. abschloss. Sein Doktorvater war der Experimentalphysiker Rudolf Fleischmann. Ihm folgte Sch. später an die Universität Erlangen ...