deutsche Politikerin; Bundestagspräsidentin 1988-1998; Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit 1985-1988 (1986 erweitert um den Bereich "Frauen); MdB 1987-2002; Vorsitzende der CDU-Frauen-Union 1986-2001; Veröffentlichungen u. a.: "Wer nicht kämpft, hat schon verloren", "Migration und Integration", "Das Gift des Politischen", "Parität jetzt!", "Über Mut"
* 17. Februar 1937 Wuppertal
† 1. Februar 2026 Neuss
Herkunft
Rita Süssmuth, geb. Kickuth, kath., wurde 1937 in Wuppertal als zweites von fünf Kindern eines Lehrers geboren, der damals Rektor einer Volksschule war. Die Mutter arbeitete im elterlichen Uhren- und Schmuckgeschäft. Wenig später zog die Familie nach Wadersloh, als der Vater dorthin versetzt wurde. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war bis Herbst 1945 in britischer Kriegsgefangenschaft. Ab 1949 lebte die Familie in Emsdetten und ab 1952 in Burgsteinfurt, wo der Vater als Schulrat tätig war. S.s Jugend war auch von schweren Krankheiten der Mutter geprägt, weshalb sie mit ihren Schwestern früh Verantwortung in Pflege und Haushalt übernehmen musste.
Ausbildung
S. besuchte neusprachliche Gymnasien, zunächst in Lippstadt und Emsdetten und ab 1953 im westfälischen Rheine, wo sie 1956 an der Emslandschule (später: Emsland-Gymnasium) das Abitur ablegte. Wie sie ...