Udo Steinbach

deutscher Islamwissenschaftler; Direktor des Deutschen Orient-Instituts (DOI) in Hamburg 1976-2007; Islam- und Nahostexperte mit zahlr. Veröffentlichungen, u. a. "Der Islam in der Gegenwart", "Die arabische Welt im 20. Jahrhundert", "Tradition und Erneuerung im Ringen um die Zukunft. Der Nahe Osten seit 1906"

* 30. Mai 1943 Pethau bei Zittau

† 2. August 2025 Berlin

Herkunft

Udo Steinbach stammte aus dem sächsischen Pethau, einem Ortsteil von Zittau, und wuchs danach zunächst in Cunewalde bei Bautzen auf. Er war zehn Jahre alt, als seine Familie 1954 aus der DDR in die Bundesrepublik nach Düsseldorf übersiedelte.

Ausbildung

St. legte 1963 in Düsseldorf am humanistischen Görres-Gymnasium sein Abitur ab und leistete anschließend zwei Jahre Wehrdienst als Reserveoffiziersanwärter beim Fallschirmjägerbataillon 252 im württembergischen Nagold. Nach Reserveübungen in der Attachee-Reserve war er zuletzt als Oberst d.R. an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Almaty (Kasachstan) eingesetzt.

Von 1965 bis 1970 studierte St. an den Universitäten Freiburg/Breisgau und Basel Orientalistik (Sprachen, Geschichte, Religion sowie Kultur- und Literaturgeschichte des islamischen Raumes arabischer, persischer und türkischer Sprache) und Klassische Philologie (Latein/Griechisch). Nach dem Examen promovierte er 1970 in Freiburg zum Dr. phil. bei Hans-Robert Roemer, Basis war die Dissertation "Dhat al-Himma - Kulturgeschichtliche Untersuchungen ...