Umberto Bossi

italienischer Politiker; Parteivorsitzender der "Lega Nord" 1989-2012 (offizielle Gründung erfolgte im Jan. 1991; aus ihr ging 2017 die "Lega per Salvini Premier" hervor); Rücktritt im April 2012 nach Korruptionsvorwürfen/Finanzskandal; Minister für Reformen und Dezentralisierung 2001-2004, Minister für Reformen und Föderalisierung 2008-2011; MdEP 1994-2001 und 2004-2008; Mitglied der Abgeordnetenkammer 1992-2004, 2008-2018 und 2022-2026; Senator 1987-1992 und 2018-2022

* 19. September 1941 Cassago Magnago/Provinz Varese

† 19. März 2026 Varese

Herkunft

Umberto Bossi wurde 1941 als Arbeitersohn in der lombardischen Kleinstadt Cassago Magnago (Provinz Varese) nahe der Schweizer Grenze geboren.

Ausbildung

B. absolvierte nach dem naturwissenschaftlichen Abitur zunächst eine Ausbildung zum Elektrotechniker. Ein Jura- und Medizinstudium in Padua und Pavia beendete er ohne Abschluss.

Wirken

B. hatte schon früh den Lebensunterhalt selbst verdient, er war als Automechaniker, Radiotechniker sowie als Nachhilfelehrer (Mathematik, Physik) tätig und trat unter dem Namen "Donato" als Boogie-Woogie-Sänger auf. Als Elektrotechniker arbeitete er im medizinischen Sektor.

Mitbegründer lombardischer Autonomiebewegung in 80er Jahren

Mitbegründer lombardischer Autonomiebewegung in 80er Jahren Politisch engagierte sich B. zunächst für die Linke, darunter die kommunistische PCI(Partito Comunista Italiano). Das Gefälle zwischen Nord- und Süditalien, der verkrustete Zentralismus sowie kulturelle Unterschiede führten ihn dann zu dem in Italien allenfalls von Minderheiten ...